Samstag, 12. August 2017

In der Plauderecke mit ... Mark Ranstädt

Heute gibt es ein spezielleres Interview. Denn als ich das Interview ursprünglich geführt habe, war noch alles anderes. Das Buch war anders, der Autor hieß anders. Nach der Veränderung entschlossen wir uns ein neues Interview zu machen. Hierbei sind wir näher auf die Wandlung eingegangen. Viel Spaß damit.

1. Verrate uns wer du bist und wo wir dich im Internet finden können:
Mein Name ist Mark Ranstädt. Ich bin Jahrgang 1949, wurde am Niederrhein geboren und lebe jetzt in einer glücklichen Partnerschaft in der Nähe von Leipzig. Im Internet bin ich bei Facebook unter https://www.facebook.com/Mark.Ranstaedt.Autor/?ref=aymt_homepage_panel vertreten. Ich bin gelernter Schriftsetzer, habe viele Jahre in der Werbung gearbeitet und in den letzten sieben Jahren vor meiner Pensionierung habe ich als Nachrichtenredakteur für eine große deutsche Nachrichtenagentur Texte zu tagesaktuellen Ereignissen verfasst, die an alle deutschen Fernsehsender versendet wurden. In dieser Zeit habe ich meine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt.

2. Wie heißt/heißen dein/e Buch/Bücher und wovon handeln sie?

Das Buch "Vom Endzeit-Blues zurück ins Leben" ist mein Erstlingswerk, der Inhalt soll all den Menschen Kraft geben, die vielleicht an einem Scheideweg stehen oder keinen Ausweg mehr sehen. Wie ich an meinem Beispiel zeige, lohnt es sich immer, nicht aufzugeben oder in Lethargie zu verfallen.
Aktuelles Cover

3. Wie kamst du auf die Ideen zu deinen Werken?
Die Idee eines eigenen Buches schlummerte schon recht lange in mir, aber erst mit Erreichen des Rentenalters hatte ich die Muße, dieses Vorhaben auch umzusetzen. Durch intensive Gespräche mit meiner Lebenspartnerin, die meine durchlebten Lebenssituationen sehr interessant und spannend fand, wurde ich zusätzlich gepuscht und motiviert.


4. Beschreibe doch mal den Weg von der Idee zum Buch:
Der Weg von der Idee zum Buch war nicht so schwierig, wie man vielleicht denken mag. Zunächst gab es zwar nur "Schnipsel" diverser Ereignisse, aber aus diesen ersten Fragmenten entstand recht schnell eine fortlaufende und - wie ich finde - spannende Geschichte. Das wurde mir auch von einigen Testlesern aus meinem Umfeld bestätigt. Sie alle haben mich ermutigt, den Plan des eigenen Buches in die Tat umzusetzen. Etwas schwieriger war das Coverdesign. Hier habe ich auf meine grafischen Erfahrungen aus meinem Berufsleben zurückgegriffen und die erste Veröffentlichung hatte ein sehr plakatives Design, Schrift und Farbgebung waren sehr "bildzeitungs-like" - was aber durchaus gewollt war. 


5. Wie hast du es geschafft deine Bücher zu veröffentlichen? Ich stelle mir das nicht leicht vor
Also habe ich im Internet recherchiert und mit Bekannten gesprochen, die bereits eigene Bücher publiziert hatten. So stieß ich auf BoD und traf recht schnell die Entscheidung, das Buch auf diesem Weg im Selfpublishing zu veröffentlichen. 

6. Du hast mir erzählst, dass du dein Buch umstrukturiert hast. Was? Und warum? Und waren die Kritiken für dich eher Rückschlag oder Ermutigung?
altes Cover
Schwieriger gestaltete sich die Vermarktung des Buches. Also habe ich, wie schon so viele Autoren vor mir, den Weg über Facebook auserkoren, um mein Buch zu promoten. Durch Reaktionen aus diversen Buch-Gruppen bei Facebook wurde ich aus meiner Anfangseuphorie schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es kamen sehr viele Reaktionen, teilweise nachvollziehbar, fair und konstruktiv, aber leider auch einige eher unfaire Bemerkungen, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Meist bezogen sich diese Reaktionen auf das plakative Cover und die ebenso plakative Werbung für mein Buch. Auf den Inhalt ist fast niemand eingegangen. Diese Kritiken habe ich zum Anlass genommen, mein Projekt noch einmal zu überdenken und die Sicht auf das Buch aus dem Blickwinkel von möglichen Lesern/innen zu sehen. Für mich war der Teil der Kritik, der konstruktiv war, eher Ermutigung als ein Rückschlag. 

7. Was glaubst du ist jetzt besser als vorher?
Ich habe also das Cover etwas "leserfreundlicher" gestaltet, ein zum Thema passendes Foto ausgewählt, ohne damit die Thematik des Buches zu verwässern. Es ist und bleibt nun einmal ein stark autobiografisch angehauchter Text, der nicht im Bereich der Belletristik anzusiedeln ist. Das Buch wendet sich eher an einen speziellen Leserkreis, der gerne ein wenig voyeuristisch hinter die Kulissen des Lebens fremder Menschen schaut. Ich denke, mit der Umstrukturierung des Buches sowohl vom Cover her als auch mit den minimalen Veränderungen im Text ein angemessenes Maß an Anpassung erreicht zu haben.
8. Würdest du dein Buch ein weiteres Mal verändern? Oder denkst du jetzt ist es (für dich) perfekt?
Eine weitere Veränderung würde ich nicht vornehmen wollen, da aus meiner Sicht der Charakter des Buches bzw. des Inhaltes dann nicht mehr gewährleistet wäre. Aus meiner Sicht habe ich das Optimum erreicht - ob es perfekt ist, diese Entscheidung möchte ich den Lesern/innen überlassen. Ich verfüge zwar über eine ganze Portion an Exhibitionsmus, ohne den das Buch, welches intime Einblicke in mein Leben gewährt, nicht möglich gewesen wäre - aber es für "perfekt" zu halten, das geht mir eine Spur zu weit und würde an Vermessenheit grenzen!


9.Nun hast du noch Raum, deiner Kreativität freien Raum zu lassen:
Meine Empfehlung an alles Interessierten kann nur lauten: das Cover auf sich wirken lassen, die ersten Seiten probelesen und danach eine Entscheidung treffen - natürlich im Besten Fall für einen Kauf!
In Kürze wird "Vom Endzeit-Blues zurück ins Leben" für begrenzte Zeit zum Sonderpreis als eBook angeboten... vielleicht ist das ja noch ein Anreiz mehr, zuzuschlagen ;-)


Dieser Werdegang  ist interessant zu beobachten. Ihr könnt ja mal überlegen welches Cover ihr entsprechender gefunden hättet (habe euch beide hinzugefügt). 
Habt einen schönen Tag!

~Anna

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