Samstag, 1. Juli 2017

In der Plauderecke mit ... Tom Fuhrmann

Heute gibt es das Interview mit Tom Fuhrmann und im Anschluss habe ich auch noch die Rezi zu seinem Buch "back to Back" für euch. Ihr könnt also gespannt sein. Viel Spaß!

1. Verrate uns wer du bist und wo wir dich im Internet finden können:


Mein Name ist Tom Fuhrmann und ich schreibe Romane und Kurzgeschichten. Nebenbei habe ich auch noch einen Blog. Es gibt eine Seite bei Facebook und eine Autorenseite bei Amazon.
http://tomfuhrmann.blogspot.de/

https://www.amazon.de/Tom-Fuhrmann/e/B00IQCILYQ/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1492775503&sr=1-1

https://www.facebook.com/back2backFilmprojekt/

Die Facebook-Seite (back2backFilmprojekt) ist noch ein Überbleibsel aus der Zeit, als Constantine Interesse hatte, mein erstes Buch zu verfilmen. Leider scheiterte das an den Kosten für die zahlreichen Actionszenen und der Tatsache, dass in Deutschland eher Komödien gefragt sind.
Passt aber schön zu „Das Buch zum Film“, oder?

*Damit hast du Recht, hätte gut gepasst. Dann hätten wir direkt eine Doppelrezi raus machen können.* 

2. Wie viele Bücher hast du geschrieben?

Erschienen sind bisher zwei Bücher, beide im Telescope Verlag. Ich stehe kurz vor der Fertigstellung meines dritten Buches, der aber beim Moonhouse Verlag erscheinen wird. Ich hatte für diesen Verlag eine Kurzgeschichte zu der Anthologie „Der erste Augenaufschlag“ beigesteuert. Vor ein paar Monaten, also ziemlich am Anfang der Arbeit an meinem dritten Roman, kam man mit einem Angebot für einen Roman auf mich zu, und wir wurden uns direkt einig. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Moonhouse.

3. Wie heißen deine Bücher und wovon handeln sie?

Mein Debüt-Roman heißt „Back to Back“ ISBN 3941139088
Es geht um einen Toningenieur, der durch einen Zufall verstrickt wird in Aktivitäten von Geheimdiensten und Terroristen. Mit seinem besten Freund, einem ehemaligen Legionär, flüchtet er nach England. Dort kommt es bei einer Castingshow, in der Keith Richards in der Jury sitzt, zum Showdown der speziellen Art. Alles ist sehr überzeichnet, brutal und mit viel schwarzem Humor gespickt.

Mein zweites Buch ist da ganz anders. Es heißt „Erbe des Tantalos“ ISBN 3941139304
Der Protagonist wacht nach einem Überfall Monate später aus dem Koma auf und weiß nichts mehr über seine Person. Ein Freund aus Schulzeiten und die anderen Besucher liefern ihm Hinweise über sein bisheriges Leben. Er stellt dadurch fest, dass sich seine Träume aus der Jugend nicht mit dem decken, was er wirklich erreicht hat. Das erste Drittel der Geschichte lässt den Leser auf amüsante bis bedrückende Art Zeuge seiner Reha werden, bis der Protagonist das Krankenhaus verlässt und seine Ehefrau zu Hause tot auffindet. Hier wird die Geschichte dann zu einem Thriller.

4. Wie kamst du auf die Ideen zu deinen Werken?

„Back to Back“ basiert auf viel Erlebten. Ich bin selbst Toningenieur und kenne das Metier sehr gut. Ein Kollege fand damals wirklich diese Uhr in Dubai, und zuerst gab es eine Kurzgeschichte darüber. Um die Crew, mit der ich auf Tournee war zu amüsieren. Die Story kam so gut an, dass ich weitermachte. In Hotels, im Backstage oder auf dem Nightliner. Das Buch ist fast komplett auf Tour entstanden. „Erbe des Tantalos“ ist stellenweise autobiographisch. Es spielt in Wuppertal, wo ich aufwuchs. Beschreibt die Punkszene damals und enthält viele persönliche Erlebnisse.

5. Beschreibe doch mal den Weg von der Idee zum Buch:

In erster Linie brauchte es Disziplin. In zweiter Linie auch. Dann darf man sich nicht einschüchtern lassen, wenn man Absagen bekommt. Natürlich braucht man ein Lektorat. Kein Autor hat genug Abstand zu seinem Werk, um die Dinge zu erkennen, die ein gutes Lektorat bereinigt. Ich kann jeden Verlag verstehen, der darauf besteht. Und es gibt beim Schreiben Regeln, die einem helfen, eine gute Geschichte zu transportieren. Du kannst nicht das Rad neu erfinden. Ich habe zwischen meinen beiden Romanen ein paar Kurzgeschichten veröffentlicht und auch Schreibseminare absolviert. Das hat mir sehr geholfen, und es wird deutlich, wenn man beide Bücher vergleicht. Ich habe mich weiterentwickelt. Mit harter Arbeit.

6. Wie hast du es geschafft deine Bücher zu veröffentlichen? Ich stelle mir das nicht leicht vor

Ich hatte Glück. Nachdem das erste Buch fertig war, inklusive Lektorat und Coverdesign, bin ich zunächst bei Randomhouse und Rohwolt abgeblitzt. Aber kurz darauf kam es zum Vertrag mit Telescope über eine Empfehlung meiner Lektorin. Lustigerweise bekam ich nach vier Wochen noch eine Zusage von einem Verlag, der sich erst nach drei Monaten gemeldet hatte. Da war schon alles in trockenen Tüchern. Insgesamt hatte ich acht Verlage angeschrieben. Vier große und vier kleine.

7. Hattest du Hilfe beim Schreiben?

Leider Nein. Ich kannte damals nur Musiker und Techniker. Aber es gibt Bücher über das Schreiben. Die habe ich in kürzester Zeit inhaliert und von meiner Lektorin habe ich auch eine Menge gelernt.

8. Wie viel schreibst du so am Tag?

Das hängt von der Tagesform und meinen beruflichen Verpflichtungen ab. Es ist auch abhängig von der Entwicklung im Plot. Manchmal hängt es. Dann fange ich nochmal von vorne an, das Geschriebene zu überarbeiten.

9. Was hast du gemacht, wenn du nicht wusstest, wie es weitergehen soll?

Das hatte ich in der Form noch nicht. Ähnlich wie Irving fange ich mit dem Ende des Buches an und arbeite mich anschließend darauf zu. Und ich schreibe chronologisch.

10. In welchem Buch würdest du gerne leben?

Ganz klar: Harry Potter. Ich wäre gerne Hagrid.

11. Trifft man dich auf Messen an?

Als Autor seltener. Ich bekam noch keine Einladung bisher. Obwohl mein bisheriger Verlag aus Leipzig kommt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

12. Nun hast du noch Raum, deiner Kreativität freien Raum zu lassen:

Kleiner Ausblick auf das nächste Werk: „Die Schlussnummer“ handelt von einem deutschen Comedian, der von einer großen Tageszeitung „kaputtgeschrieben“ wird. Erst war es als Komödie gedacht, aber am Ende ist eine bitterböse Satire daraus geworden.


Ich danke dir für das schöne Interview und dafür, dass ich dein Buch lesen durfte.
Bleibt gespannt auf die Rezi! 


~Anna

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